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Klang und Raum

Seit 1990 intensive Beschäftigung mit Klang und Raum. Realisierte Projekte im öffentlichen Raum
und als Kunst am Bau.

Vorgefundene, oft geschichtsträchtige Räume, Kirchen, Mauern oder wie in einer neueren
Installation, eine vorgefundene landschaftliche Situation, können Ausgangs- und
Interessenschwerpunkt einer klanglichen Erforschung und Bearbeitung werden. Daneben sind es
auch Objekte oder selbst geschaffene Klangräume, die zu einem bestimmten Thema erarbeitet
werden. Das Interesse gilt dabei sowohl Klängen, die dem Raum selbst “innewohnen“, als auch zu
findenden, ergänzenden Klängen, die den jeweiligen “Raum” verwandeln und sowohl akustisch
wie farblich erlebbar machen. Die annähernden Klangfindungen sind immer an das jeweilige
Projekt gebunden, somit auch nicht konservierbar, lediglich als Dokumentation in einer Raum
reduzierten Stereoversion.

Der Einsatz von Farbe im Raum greift meistens die vorhandene Lichtsituation auf, um sie mittels
Farbfolien oder auch farblichen Applikationen dem Grundgedanken der jeweiligen Installation
unterzuordnen. Trotzdem erhält die Farbe ein starke Funktion bei der Erzeugung von
Grundstimmungen der jeweiligen Raumsituation. In einem Prozess des Schichtens und
Verdichtens von Klang (-findungen), einem malerischen Prozess nicht unähnlich, entstehen nach
und nach Klangflächen und -verläufe, deren harmonierende und divergierende Schichten eine sich
im jeweiligen Raum bewegende Klangsituation erzeugen, die vom Hörer dann auf immer neue
oder andere Weise wahrgenommen werden kann. Hierbei ist die Bewegung des Hörers im Raum
selbst Teil des sich verändernden Klangbildes.

Charakteristisch für die meisten Klangbilder ist die Suche nach dem, was für einen Moment hörbar
wird, wenn Klänge in der Tiefe des Raumes vergehen und quasi an der Nahtstelle zum
„Alltäglichen“ und „Gewohnten“ Unbekanntes hörbar machen oder Bekanntes neu hören lassen.
Bei den Klanginstallationen wird in den meisten Fällen mehrkanalige Audiotechnik eingesetzt,
wobei die Anzahl der Kanäle sowie die Beschaffenheit der Klangquellen sich an den
Besonderheiten und Eigenarten der jeweiligen Räume und Situationen orientiert.

 

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person und arbeit

Geboren 1950 in Vreden im westlichen Münsterland. Nach Schule, Lehre, Grafikstudium, Studium an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig, Lehrtätigkeit im Niedersächsischen Schuldienst, seit 1989 freiberuflicher Künstler

1990 Mitbegründer der Künstlergruppe Braunschweiger Schule der verlorenen Figur (gemeinsam mit Denis S. Rose und Sven Brandes)

1991 bis 1992 Stipendium für den Studienaufenthalt im Künstlerdorf Schöppingen

1994 bis 1997 regelmäßige Studienaufenthalte in Marrakesch (Marokko)

1999 Mitbegründer des Allgemeinen Konsumverein Braunschweig e.V,. im Braunschweiger Künstlerhaus

seit 2005 künstlerische Beratung und freie Mitarbeit im Projekt Geyso20 - atelier-galerie-sammlung, Braunschweig

2006 Studienreise nach La Grange, L'Escoulin Frankreich, Vorbereitung der Video-Klanginstallation Wasser-Klänge

2008/2009 Mitinitiator und Kurator der ersten KLANGSTAETTEN - STADTKLAENGE, Braunschweig

2010 mehrwöchige Studienreise durch Kamerun, Vorbereitung der Klanginstallation KLANG DER FREMDE

seit 2011 Mitglied im Deutschen Künstlerbund

2014 Studienreise nach Indien, Vorbereitung des Klangprojektes MUMBAI "... only sounds?"

2015 Mitinitiator und Kurator des Projektes "Klang der Städte" im Allgemeinen Konsumverein, Braunschweig