hans wesker
klangräume
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Fotos: Ute Gruenwald
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Bei dieser Installation werden ca 70 Kalebassen aus Kamerun eingesetzt und über 16 Audiokanäle angeregt, die alle separat angesteuert werden.

Im Bodenbereich sind die Kalebassen mit speziell angepassten Soundexcitern ausgestattet, die hängenden Kalebassen sind mit kleinen, jeweils angepassten Lautsprechern oder eingepassten Excitern bestückt.

Klang der Fremde

In unserer technisch geprägten Klangwelt hat die Begegnung mit ursprünglichen oder naturnahen Klängen besonderen Reiz und vielleicht auch Stellenwert. Eine reisebedingte Begegnung mit afrikanischen Kalebassen stellt den Ausgangspunkt der klangkünstlerischen Auseinandersetzung mit dieser Thematik dar.

Die Kalebasse, eines der ältesten Kulturgüter nicht nur Kameruns wurde und wird dort in verschiedensten Formen und Funktionen verwendet. Allein als Musikinstrument wird es vielfach variiert: Rassel, Trommel, Gong, Balaphon - hier als verstärkender Resonanz- (Schall-)körper, der die Schwingungen der angeschlagenen Hölzer aufnimmt und bei Frequenzübereinstimmung mit dem Klangholz verstärkt.

Daneben die allgegenwärtige Präsenz von Handys. Es hat wohl noch kein kulturelles Kommunikationsgerät in so kurzer Zeit den gesamten Erdball erfasst und man findet es auch in den ärmlichsten und endlegensten Situationen. Dieses selbstverständliche Nebeneinander von Traditionen und Gebräuchen und modernster Kommunikationstechnik ist äußerst bemerkenswert.

 

 
Video: Paula Rathjen