Kaum steigen die Temperaturen über die 15-Grad-Marke, beginnt in Deutschland ein bekanntes Ritual: Die ersten Grills tauchen in den Gärten auf, der Geruch von Holzkohle zieht durch die Nachbarschaft, und in den Supermärkten füllen sich die Aktionsregale mit allem, was eine gute Grillsaison braucht. In diesem Frühling 2026 machen REWE und LIDL den Anfang – mit Holzkohle-Angeboten, die bereits ab 2,49 Euro starten und damit das Grillfeuer für nahezu jedes Budget entfachen.
Beide Handelsketten setzen mit ihren Aktionsstarts ein klares Signal: Die Grillsaison 2026 beginnt früh, und der Preiskampf um die Gunst der Grillfans ist bereits in vollem Gange. Wer sich rechtzeitig eindeckt, sichert sich günstige Einstiegspreise – bevor die großen Grillwochenenden im Mai und Juni die Nachfrage in die Höhe treiben.
Was REWE und LIDL in den Startlöchern haben
Die Aktionsangebote beider Ketten konzentrieren sich in erster Linie auf Holzkohle und Grillbriketts – die beiden Grundlagen jeder Holzkohleglut. LIDL setzt dabei traditionell auf hausmarkennahe Produkte mit schlanken Verpackungen und klaren Mengenangaben, während REWE seinen Aktionsbereich häufig mit Markenartikeln und einem breiteren Sortiment an Zubehör ergänzt: Grillanzünder, Aluschalen, Marinaden, manchmal auch kompakte Einweggrills für Balkon und Camping.
Der Einstiegspreis von 2,49 Euro gilt dabei für kleinere Packungsgrößen – in der Regel zwischen 2,5 und 3 Kilogramm Holzkohle. Für eine mittlere Grillrunde an einem Nachmittag reicht das problemlos. Wer regelmäßig und mit größeren Gruppen grillt, schaut sich die Vorteilspackungen an: Briketts in der 10-Kilogramm-Gebinde lassen sich in beiden Märkten erfahrungsgemäß ebenfalls zu saisonalen Einstiegspreisen finden, auch wenn die Aktionszeiträume begrenzt sind.
Holzkohle oder Briketts – was passt zu welchem Grill?
Holzkohle heizt schnell auf, erreicht in kurzer Zeit hohe Temperaturen und eignet sich daher besonders für das direkte Grillen: Steaks, Würstchen, Hähnchenteile mit Haut – alles, was eine starke, schnelle Hitze braucht. Der Nachteil: Die Glut hält kürzer an, nach etwa 45 bis 60 Minuten nimmt die Intensität spürbar ab.
Grillbriketts dagegen brennen länger und gleichmäßiger. Sie bestehen aus gepresstem Holzkohlenpulver und Stärke als Bindemittel, erreichen ihre optimale Betriebstemperatur zwar etwas langsamer, halten die Hitze aber über zwei bis drei Stunden stabil. Das macht sie zur besseren Wahl für indirektes Grillen, größere Fleischstücke wie Pulled Pork oder Spareribs, oder schlicht für lange Grillabende, bei denen mehrere Gänge folgen.
Wer beides zur Hand hat, kann kombinieren: Holzkohle zuerst als Starter für die erste heiße Phase, dann Briketts nachlegen, um die Glut für den weiteren Abend zu strecken.
Qualitätsmerkmale beim Kauf beachten
Nicht jede günstige Holzkohle leistet dasselbe. Beim Kauf lohnt ein kurzer Blick auf einige Merkmale, die über Preis und Verpackung hinausgehen.
Das DIN-Prüfzeichen für Grillholzkohle (DIN 51749) gibt an, dass das Produkt definierte Anforderungen an Wassergehalt, Aschegehalt und Entzündungsverhalten erfüllt. Produkte ohne dieses Zeichen können stärker qualitativ schwanken – stärkere Rauchentwicklung, höherer Funkenflug, kürzere Brenndauer.
Darüber hinaus gibt es zunehmend Holzkohlen mit FSC-Zertifizierung, die eine nachhaltige Forstwirtschaft im Herkunftsland belegen. Gerade im Frühjahr 2026, wo Nachhaltigkeit beim Einkauf spürbarer in Kaufentscheidungen einfließt, ist das für einen wachsenden Teil der Grillenden ein Kriterium – und kein Widerspruch zu einem vernünftigen Preis.
Grillsaison 2026: Was sich gegenüber den Vorjahren verändert hat
Die Grillsaison hat sich in Deutschland über die Jahre verändert. Während Holzkohle traditionell das Herzstück der deutschen Grillkultur bildete, ist das Sortiment rund um das Grillen breiter geworden. Mehr Auswahl an pflanzlichen Grillprodukten – Gemüsespieße, Halloumi, Jackfruit-Burger – findet sich inzwischen nicht nur in Bio-Supermärkten, sondern auch in den Aktionswochen von REWE und LIDL. Das verändert, was auf den Rost kommt, aber nicht das Grundprinzip: Holzkohle oder Briketts bleiben das Fundament.
Auch der Balkon-Grill hat an Bedeutung gewonnen. Kompakte Kugelgrills, Tischgrills und Einweggrills für Terrassen ohne Gartenanteil finden sich in den Frühjahrsaktionen beider Ketten, und sie werden gezielt als Einstiegsangebot positioniert – kombiniert mit kleinen Holzkohlepackungen, die genau für eine Session reichen.
Tipps zum Kauf in der Aktionswoche
Aktionspreise bei REWE und LIDL sind zeitlich begrenzt und laufen oft nur wenige Tage. Bei LIDL wechseln Prospektaktionen im wöchentlichen Rhythmus; wer die Grillkohle zum Einstiegspreis möchte, sollte die erste Aktionswoche im April nutzen, bevor die Regale geleert werden.
Bei REWE können Payback-Punkte auf Aktionsartikel anfallen – ein Detail, das sich bei größeren Mengen rechnet. Wer plant, mehrere Pakete zu kaufen, lohnt es sich, kurz in der App nachzuschauen, ob ein zusätzlicher Coupon hinterlegt ist.
Lagern lässt sich Holzkohle und Briketts problemlos über Monate – trocken, kühl und lichtgeschützt, zum Beispiel im Keller oder in einer abgedeckten Kiste auf der Terrasse. Der frühe Einkauf zum Aktionspreis zahlt sich also aus, auch wenn das erste große Grillwochenende noch ein paar Wochen entfernt liegt.
Der richtige Start in die Grillsaison
Der erste Grillabend im Frühling hat immer etwas von einem Aufwachen. Die Kohle riecht wie letztes Jahr, der Anzünder braucht einen Moment länger, als man ihn in Erinnerung hatte, und irgendwo liegt garantiert noch der Grillhandschuh vom Oktober. Das gehört dazu – und spätestens wenn die ersten Gluten leuchten, ist die Pause vergessen.
Mit Holzkohle ab 2,49 Euro senken REWE und LIDL die Hemmschwelle für den Saisoneinstieg auf ein Minimum. Wer die Aktionswochen im April nicht verpasst, startet gut vorbereitet in eine Grillsaison, die – dem Wetter nach zu urteilen – früh beginnt und lange andauern dürfte.
Häufig gestellte Fragen
Ab wann sind die Holzkohle-Angebote bei REWE und LIDL verfügbar?
Beide Händler starten ihre Grillsaison-Aktionen erfahrungsgemäß in den ersten Aprilwochen. Konkrete Aktionszeiträume lassen sich in den wöchentlichen Prospekten der jeweiligen Kette oder in den Apps nachverfolgen. Bei LIDL wechseln Angebote in der Regel donnerstags, bei REWE montags.
Wie viel Holzkohle braucht man für einen typischen Grilleinsatz?
Für eine Grillrunde mit vier Personen und einem mittelgroßen Kugelgrill reichen in der Regel 1 bis 1,5 Kilogramm Holzkohle für eine Grillsession von etwa einer Stunde. Briketts verbraucht man ähnlich, dafür hält die Glut deutlich länger an. Eine 2,5-Kilogramm-Packung deckt also zwei bis drei Sessions ab.
Was ist der Unterschied zwischen Holzkohle und Kokoskohle?
Holzkohle wird aus verkohltem Holz hergestellt, heizt schnell auf und verleiht dem Grillgut ein typisch rauchiges Aroma. Kokoskohle – hergestellt aus Kokosnussschalen – brennt gleichmäßiger, erzeugt weniger Rauch und gilt als nachhaltigere Alternative, da Kokosnussschalen ein Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie sind. Sie ist in der Regel teurer und noch nicht in jedem Supermarkt-Aktionssortiment vertreten.
Darf man auf dem Balkon mit Holzkohle grillen?
Das hängt vom Mietvertrag, der Hausordnung und den lokalen Vorschriften ab. In vielen deutschen Mietverhältnissen ist das Grillen mit Holzkohle auf dem Balkon entweder verboten oder erfordert die Zustimmung der Nachbarn. Generell empfiehlt sich für den Balkon ein Elektrogrill oder ein gasbetriebenes Modell – weniger Rauch, weniger Konfliktpotenzial. Einweggrills sind auf Balkons in den meisten Fällen ebenfalls nicht erlaubt.
Wie lagert man Holzkohle richtig?
Holzkohle und Briketts müssen trocken und luftgeschützt gelagert werden. Feuchtigkeit zieht in die Kohle ein und erschwert das Anzünden erheblich. Ein Keller, eine Garage oder eine verschlossene Kiste auf der überdachten Terrasse sind geeignete Lagerorte. Originalverpackungen mit einem Clip oder Klebestreifen wieder verschlossen zu lagern reicht meist aus. Richtig gelagerte Holzkohle hält problemlos über mehrere Saisons.



