Kohlrabi-Schnitzel aus dem Ofen: Das vegetarische Rezept, das bei REWE gerade viral geht!

Der Frühling liegt in der Luft, und mit ihm kommt die Lust auf Gemüse, das mehr kann, als nur Beilage zu sein. Der Kohlrabi — jetzt in der Saison, knackig, mild und erschwinglich an jedem Marktstand — erlebt gerade seinen großen Auftritt: als Schnitzel. Nicht paniert und in der Pfanne ertränkt, sondern goldbraun aus dem Ofen, mit einer Kruste, die kracht, und einem Inneren, das butterzart nachgibt. Bei Rewe kursiert das Rezept in den sozialen Medien, geteilt von Tausenden, die überrascht feststellen: Gemüse kann satt machen.

Dieses Rezept zeigt, wie sich aus einem unterschätzten Frühlingsgemüse in weniger als einer Stunde ein vollwertiges Hauptgericht zubereiten lässt — ohne Kompromisse bei Textur oder Geschmack. Die Ofenmethode spart Fett, schont die Aromen und liefert eine Panierkruste, die der klassischen Variante in nichts nachsteht. Wer Kohlrabi einmal so zubereitet hat, wird ihn nie wieder nur als Beilage betrachten. Also, Schürze an.

Vorbereitung20 Min.
Garzeit25 Min.
Portionen2 Personen
SchwierigkeitsgradEinfach
Kosten
SaisonKohlrabi, Frühlingszwiebeln, Petersilie

Geeignet für: Vegetarisch

Zutaten

  • 2 mittelgroße Kohlrabi (je ca. 300 g), geschält
  • 2 Eier, Größe M
  • 80 g Semmelbrösel (fein, am besten selbst gerieben)
  • 40 g Parmesan, fein gerieben
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • ½ TL Senf, mittelscharf
  • 50 g Mehl (Type 405)
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Zitrone, zum Servieren
  • Einige Zweige frische Petersilie, zum Garnieren

Utensilien

  • Backofen mit Ober- und Unterhitze
  • Backblech
  • Backpapier
  • 3 flache Teller oder Schalen (für die Panierstraße)
  • Scharfes Küchenmesser
  • Schneidebrett
  • Küchenpinsel oder Löffel zum Einölen
  • Küchentuch oder Küchenkrepp

Zubereitung

1. Den Ofen vorbereiten und den Kohlrabi schneiden

Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft) vorheizen. Das Backblech bereits mit Backpapier auslegen und für einige Minuten im Ofen vorwärmen — ein heißes Blech sorgt dafür, dass die Unterseite der Schnitzel sofort Kontakt mit der Hitze bekommt und kross wird, anstatt zu dampfen. Den geschälten Kohlrabi mit einem stabilen Küchenmesser in Scheiben von 1,5 cm Dicke schneiden. Zu dünn, und das Gemüse trocknet aus; zu dick, und der Kern bleibt hart. Die runden Endstücke beiseitelegen — sie eignen sich nicht für gleichmäßige Garzeit. Mit einem Küchentuch die Scheiben von beiden Seiten trockentupfen: Feuchtigkeit an der Oberfläche ist der Feind einer knusprigen Panade.

2. Die Panierstraße aufbauen

Drei flache Teller bereitstellen. Auf dem ersten das Mehl gleichmäßig ausbreiten und leicht salzen. Auf dem zweiten die Eier mit dem Senf, einer Prise Salz und etwas Pfeffer verquirlen — der Senf bindet die Flüssigkeit und gibt dem fertigen Schnitzel eine dezente Schärfe im Hintergrund. Auf dem dritten Teller die Semmelbrösel mit dem geriebenen Parmesan, dem Paprikapulver und dem Knoblauchpulver vermischen. Den Parmesan nur fein reiben: Grobe Stücke verbrennen im Ofen, bevor die Panade goldbraun wird. Die drei Stationen in dieser Reihenfolge aufstellen: Mehl — Ei — Brösel.

3. Die Kohlrabischeiben panieren

Jede Scheibe zunächst von beiden Seiten durch das Mehl ziehen und überschüssiges Mehl abklopfen — eine dünne, gleichmäßige Schicht haftet besser als eine dicke Schicht, die beim Backen absplittert. Anschließend vollständig durch die Eimasse ziehen, abtropfen lassen, dann in der Bröselmischung wenden und leicht andrücken. Das Andrücken ist entscheidend: Die Panade soll sich in die leicht raue Oberfläche des Kohrabis eingraben, nicht nur draufsitzen. Auf einem zweiten Brett zwischenlagern, bis alle Scheiben paniert sind.

4. Einölen und backen

Das heiße Backblech kurz aus dem Ofen nehmen. Mit einem Küchenpinsel oder Löffel den Olivenöl gleichmäßig auf dem Papier verteilen. Die panierten Scheiben mit etwas Abstand zueinander auf das Blech setzen — sie brauchen Luft zum Atmen, damit der Wasserdampf entweichen kann. Die Oberseiten ebenfalls dünn mit Olivenöl bepinseln. Das Blech in die mittlere Schiene schieben und die Schnitzel 20–25 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Sie sind fertig, wenn die Panade tief goldbraun ist und der Kohlrabi beim Einstechen mit einer Messerspitze leicht nachgibt — wie ein gut gebratenes klassisches Schnitzel, das auf Druck reagiert, ohne wegzubrechen.

5. Anrichten und servieren

Die Kohlrabi-Schnitzel direkt vom Blech auf vorgewärmte Teller legen. Keine Alufolie darüber — die Panade würde sofort weich werden. Mit frisch gezupfter Petersilie bestreuen und einem Spritzer Zitronensaft beträufeln. Die Säure der Zitrone hebt die Milde des Kohlrabis heraus und gibt dem Gericht das letzte, entscheidende Gleichgewicht. Dazu passt ein einfacher Kartoffelsalat, Remoulade oder ein frischer Gurkensalat — Gerichte, die mit dem Frühling sprechen.

Mein Küchentipp

Wer die Panade noch aromatischer möchte, röstet die Semmelbrösel vor dem Panieren kurz trocken in einer Pfanne an — zwei bis drei Minuten bei mittlerer Hitze, bis sie leicht nussig duften. Diese vorgerösteten Brösel haben schon Farbe, bevor sie in den Ofen kommen, und erzielen eine tiefere, karamellisierte Kruste. Im Frühling lohnt es sich außerdem, die jungen, frischen Kohlrabiblätter nicht wegzuwerfen: blanchiert und mit etwas Olivenöl und Knoblauch angebraten, ergeben sie eine schnelle, saisonale Beilage, die das Gericht abrundet.

Getränkeempfehlung

Die milde Süße des Kohlrabis und die herzhafte Parmesankruste verlangen nach einem Getränk, das Frische mitbringt, ohne die Aromen zu überdecken.

Ein trockener Grüner Veltliner aus dem Kamptal oder Wachau — mit seiner charakteristischen Pfeffernote und der lebendigen Säure — harmoniert gut mit der nussig-milden Kruste. Alternativ funktioniert ein leichter, kühler Weißburgunder aus Baden ebenso überzeugend. Wer ohne Alkohol trinkt: Ein hausgemachtes Holunderblütenscorle mit Zitrone und Mineralwasser passt in dieser Jahreszeit perfekt.

Wissenswertes rund um den Kohlrabi

Der Kohlrabi — botanisch Brassica oleracea var. gongylodes — gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine Zuchtform des Gemüsekohls. In Deutschland wird er seit dem 16. Jahrhundert angebaut; er gilt als eines der wenigen Gemüse, das sowohl roh als auch gegart seinen Charakter behält. Der Name leitet sich vom lateinischen caulis (Stängel, Kohl) und rapa (Rübe) ab — eine treffende Beschreibung der eigenartigen, schwellenden Stängelknolle.

Lange galt Kohlrabi als typisches Kindergemüse oder Rohkost-Beilage ohne kulinarischen Anspruch. Die vegetarische Küche der letzten Jahre hat das geändert: Kohlrabi wird heute geschmort, fermentiert, frittiert und eben paniert und gebacken. Dieses Rewe-Rezept greift einen Trend auf, der in der vegetarischen Community schon länger existiert — und macht ihn einem breiten Publikum zugänglich.

Nährwerte (pro Portion, Richtwerte)

NährstoffMenge
Kalorien~380 kcal
Eiweiß~16 g
Kohlenhydrate~42 g
davon Zucker~7 g
Fett~15 g
Ballaststoffe~6 g

Häufig gestellte Fragen

Kann ich das Gericht vorbereiten?

Die Kohlrabischeiben lassen sich panieren und bis zu vier Stunden im Kühlschrank abgedeckt aufbewahren, bevor sie in den Ofen kommen. Die Panade haftet nach dem Ruhen sogar noch besser, weil sie leicht antrocknet. Das Backen selbst sollte jedoch erst kurz vor dem Servieren erfolgen, da die Kruste nach dem Abkühlen rasch an Knusprigkeit verliert.

Wie werden Reste aufbewahrt und aufgewärmt?

Abgekühlte Schnitzel in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu zwei Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen das Backblech wieder auf 200 °C vorheizen und die Scheiben fünf bis sieben Minuten aufknuspern. Die Mikrowelle ist eine Option, aber die Panade wird dabei weich — kein Vergleich zur Ofenmethode.

Welche Varianten und Ersatzzutaten sind möglich?

Wer es glutenfrei möchte, ersetzt das Mehl durch Reismehl und die Semmelbrösel durch gemahlene Haferflocken (zertifiziert glutenfrei) oder Cornflakes-Brösel — Letztere verleihen eine besonders grobe, knackige Kruste. Im Sommer lässt sich Kohlrabi durch Scheiben von Zucchini oder Aubergine ersetzen; die Garzeiten bleiben ähnlich. Wer keinen Parmesan verwendet, kann Hefeflocken für einen ähnlichen Umami-Ton in der veganen Variante verwenden.

Muss ich den Kohlrabi vorher blanchieren?

Bei einer Scheibendicke von 1,5 cm und einer Backtemperatur von 220 °C ist ein Vorblanchieren nicht nötig — der Kohlrabi gart im Ofen vollständig durch. Bei dickeren Scheiben von 2 cm oder mehr empfiehlt sich ein kurzes Blanchieren von drei Minuten in gesalzenem Wasser, gefolgt von sofortigem Abschrecken in eiskaltem Wasser, um die Garzeiten zuverlässig zu kontrollieren.

Warum wird das Backblech vorgeheizt?

Ein kaltes Blech nimmt zunächst Temperatur auf, bevor es Hitze abgibt — in dieser Zeit dampft die Unterseite des Schnitzels, anstatt zu braten. Ein bereits heißes Blech erzeugt den sofortigen Kontaktheat, der für eine kross gebratene Unterseite sorgt, ohne dass Öl in einer Pfanne nötig ist. Dieselbe Technik wird bei Ofenpommes angewendet.